Blick auf die Friedhofskapelle Altstadt der Kirchengemeinde Rendsburg
© Friedhöfe Rendsburg
Gebäude | Kirchenheizung

Rendsburger Friedhofskapellen auf Wärmepumpen umgerüstet

Die Rendsburger Kirchengemeinde hat in ihren Friedhofskapellen die alten Gasheizungen stillgelegt und durch Wärmepumpen ersetzt. Darunter ist auch die historische Kapelle des Altstädter Friedhofs, wo für die Wärmepumpe eine baulich unauffällige Lösung gefunden wurde.

Wo?

Rendsburger Friedhofskapellen Neuwerk und Altstadt

Wann?

Juli 2024 bis September 2025

Wie?

Bündelung der Bauprojekte

Was?

Heizungstausch von Gas zu Wärmepumpe

Zwei Rendsburger Friedhöfe werden nun klimafreundlich beheizt

Die fusionierte Rendsburger Kirchengemeinde bewirtschaftet in Rendsburg drei kirchliche Friedhöfe mit zwei Kapellen unterschiedlicher Bauzeit: Die Neuwerker Kapelle aus neuerer Zeit und die vor über 100 Jahren errichtete Altstädter Kapelle. 

Pastor Rainer Karstens vor der Wärmepumpe in der Kapelle des Neuwerker Friedhofs
© Friedhöfe Rendsburg

Nach Energieberatung und Kostenberechnung fiel die Entscheidung

Beide Kapellenbauten wurden jeweils mit Gaskesseln und über ein Verteilsystem mit konventionellen Heizkörpern beheizt. Altersbedingt mussten die Gaskessel nach über 30 Jahren Betriebszeit erneuert werden. Damit bot sich die Gelegenheit, auf eine klimafreundliche Lösung zuzugehen. 

Nach einer Energieberatung und ersten Kostenberechnungen entschied sich die Kirchengemeinde für den Einbau von Wärmepumpen. Die Berechnungen des Energieberaters ergaben außerdem, dass sich in der Neuwerker Kapelle eine Dachbodendämmung auszahlen würde. 

Hier: Pastor Rainer Karstens vor dem Wärmetauscher der Wärmepumpe für der Kapelle auf dem Neuwerker Friedhof

Fakten auf einen Blick

Leistung der Wärmepumpen: 16 kW und 17 kW

Investitionskosten:

  • Kapelle Neuwerk:  45.000 €, incl. Dämmung des Dachbodens
  • Kapelle Altstadt:  28.000 €

Zeit für Planung bis zur Inbetriebnahme: 9 bis 10 Monate

Der Wärmespeicher in Keller der Friedhofskapelle Neuwerk.
© Friedhöfe Rendsburg

Gut zu wissen: Platz findet sich in jedem Technikraum

Die Wärmepumpe und ein kleiner Wärmespeicher können platzsparend an der Wand eines Technikraums montiert werden oder als Kombigerät aufgestellt werden. 

Hier: Der Wärmespeicher im Technikraum der Friedhofskapelle Neuwerk.

Der stellvertretende Friedhofsleiter Oliver Schley vor der Altstädter Friedhofskapelle.
© Friedhöfe Rendsburg

Gut zu wissen: Für historische Gebäude gibt es Lösungen

Für die historische Kapelle des Altstädter Friedhofs musste eine unauffällige Lösung für den Wärmetauscher außerhalb des Gebäudes gefunden werden: Die Einhausung mit einer Holzlattung fand die Zustimmung der Denkmalpfleger.

Hier: Der stellvertretende Friedhofsleiter Oliver Schley vor der Altstädter Friedhofskapelle.

Fazit: Der erste Winter zeigt, dass es funktioniert

Die erste Heizsaison hat die Friedhofsverwaltung inzwischen hinter sich. Im Betrieb erforderte die Heizung zunächst ein wenig Umgewöhnung. Die Anlage benötigt nun mehr Zeit zum Aufheizen und zum Erreichen der gewünschten Nutzungstemperatur. Dies ist notwendig, um möglichst geringe Vorlauftemperaturen nutzen zu können und so die Wärmepumpe stromsparend zu betreiben. 

Aber die Lösung war schnell gefunden: mit der neuen Steuerungstechnik und ein wenig Ausprobieren lassen sich die Heizzeiten unkompliziert einstellen und anpassen. Insgesamt sind die Friedhofsverwaltungen und die Kirchengemeinde bisher sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung. 

Eine Auswertung der Verbrauchsentwicklung und Heizkosten ist erst nach mindestens einem Jahr Betrieb möglich.

Linksammlung

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