
Rendsburger Friedhofskapellen auf Wärmepumpen umgerüstet
Die Rendsburger Kirchengemeinde hat in ihren Friedhofskapellen die alten Gasheizungen stillgelegt und durch Wärmepumpen ersetzt. Darunter ist auch die historische Kapelle des Altstädter Friedhofs, wo für die Wärmepumpe eine baulich unauffällige Lösung gefunden wurde.
Rendsburger Friedhofskapellen Neuwerk und Altstadt
Juli 2024 bis September 2025
Bündelung der Bauprojekte
Heizungstausch von Gas zu Wärmepumpe
Zwei Rendsburger Friedhöfe werden nun klimafreundlich beheizt
Die fusionierte Rendsburger Kirchengemeinde bewirtschaftet zwei Friedhöfe mit Kapellen unterschiedlicher Bauzeit: Die Neuwerker Kapelle aus neuerer Zeit (ca. 70er Jahre?) und die vor über 100 Jahren errichtete Altstädter Kapelle.

Nach Energieberatung und Kostenberechnung fiel die Entscheidung
Beide Kapellenbauten wurden jeweils mit über 30 Jahre alten Gaskesseln und über ein Verteilsystem mit konventionellen Heizkörpern beheizt. Altersbedingt mussten die Gaskessel erneuert werden. Damit bot sich die Gelegenheit, auf eine klimafreundliche Lösung zuzugehen.
Nach einer Energieberatung und ersten Kostenberechnungen entschied sich die Kirchengemeinde für den Einbau von Wärmepumpen. Die Berechnungen des Energieberaters ergaben außerdem, dass sich in der Neuwerker Kapelle eine Dachbodendämmung auszahlen würde.
Hier: Pastor Rainer Karstens vor der Wärmepumpe in der Kapelle des Neuwerker Friedhofs
Fakten auf einen Blick
Leistung der Wärmepumpen: 16 kW und 17 kW
Investitionskosten:
- Kapelle Neuwerk: 45.000 €, incl. Dämmung des Dachbodens
- Kapelle Altstadt: 28.000 €
Zeit für Planung bis zur Inbetriebnahme: 9 bis 10 Monate

Gut zu wissen: Platz ist in jedem Technikraum
Die Wärmepumpe und ein kleiner Wärmespeicher können platzsparend an der Wand eines Technikraums montiert werden oder als Kombigerät aufgestellt werden.
Hier: Der Wärmespeicher in Keller der Friedhofskapelle Neuwerk.

Gut zu wissen: Für historische Gebäude gibt es Lösungen
Für die historische Kapelle des Altstädter Friedhofs musste eine unauffällige Lösung für den Wärmetauscher außerhalb des Gebäudes gefunden werden: Die Einhausung mit einer Holzlattung fand die Zustimmung der Denkmalpfleger.
Hier: Der stellvertretende Friedhofsleiter Oliver Schley vor der Altstädter Friedhofskapelle.
Fazit: Der erste Winter zeigt, dass es funktioniert
Die erste Heizsaison hat die Friedhofsverwaltung inzwischen hinter sich. Im Betrieb erforderte die Heizung zunächst ein wenig Umgewöhnung. Die Anlage benötigt nun mehr Zeit zum Aufheizen und zum Erreichen der gewünschten Nutzungstemperatur. Dies ist notwendig, um möglichst geringe Vorlauftemperaturen nutzen zu können und so die Wärmepumpe stromsparend zu betreiben.
Aber die Lösung war schnell gefunden: mit der neuen Steuerungstechnik und ein wenig Ausprobieren lassen sich die Heizzeiten unkompliziert einstellen und anpassen. Insgesamt sind die Friedhofsverwaltungen und die Kirchengemeinde bisher sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung.
Eine Auswertung der Verbrauchsentwicklung und Heizkosten ist erst nach mindestens einem Jahr Betrieb möglich.
Praxisbeispiele Umwelt- und Klimaschutz
Wir setzen uns für faire und nachhaltige Projekte ein. Wir wollen den Klimaschutz sozial und gerecht gestalten.



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