Demo für Klimagerechtigkeit
© Am 20. September sind anlässlich des UN-Sondergipfels zum Klimaschutz am 23. September in New York weltweit Demonstrationen geplant (Archivbild)</span><span class="picture-caption__copyright">© Ralf Maro, epd-bild

Klimagerechtigkeit

Ein Menschenrecht und nicht nur ein Umweltproblem

Klimagerechtigkeit sieht die Klimakrise als Menschenrechts- und Gerechtigkeitsfrage, nicht nur als Umweltproblem: Diejenigen, die am wenigsten zur Erderhitzung beigetragen haben, tragen die Hauptlasten ihrer Folgen. Das gilt für marginalisierte Menschen – allen voran im globalen Süden –, Mitgeschöpfe wie Tiere und Pflanzen, sowie für alle kommenden Generationen.

Die Nordkirche engagiert sich für Klimagerechtigkeit - vor Ort und weltweit.

Fachwissen in der Nordkirche zum Thema Klimagerechtigkeit

Infostelle Klimagerechtigkeit

Die Nordkirche hat eine Infostelle für Klimagerechtigkeit, die informiert und bildet. Sie unterstützt Projekte für solidarischen Klimaschutz mit Partnerorganisationen in Ländern des globalen Südens.

Die Referentinnen besprechen neueste Forschung zu Klimafolgen und teilen Lösungen und Beispiele für eine gute Praxis.

Darüber hinaus arbeitet die Infostelle Klimagerechtigkeit innerhalb der Nordkirche wie auch bundesweit in verschiedenen Kampagnen und Projekten mit. Sie ist Mitglied der Klima-Allianz Deutschland und im Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit sowie Gesellschafterin der Klima-Kollekte.

Zur Website der Infostelle Klimagerechtigkeit

Kontakt aufnehmen

Ulrike Eder, Bildungsreferentin in der Infostelle Klimagerechtigkeit

Judith Meyer-Kahrs, Diplomingenieurin in der Infostelle Klimagerechtigkeit

Netzwerke und Allianzen

Die Infostelle Klimagerechtigkeit ist Mitglied in bundesweiten und internationalen Netzwerken und Allianzen:

→ Klima-Allianz Deutschland - das breite gesellschaftliche Bündnis für den Klimaschutz. Mit ihren 140 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Umwelt, Kirche, Entwicklung, Bildung, Kultur, Verbraucherschutz, Jugend und Gewerkschaften setzt sie sich für eine ambitionierte Klimapolitik und eine erfolgreiche Energiewende auf lokaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene ein.

→ Ökumenisches Netzwerk Klimagerechtigkeit - Schaffung einer neuen Qualität ökumenischer Vernetzung, Qualifizierung und Austausch zum Thema Klimagerechtigkeit in weltkirchlicher und ökumenisch-weltweiter Perspektive. Theologische und spirituelle Einbettung und Einordnung der thematischen Arbeit mit dem Fokus Klimagerechtigkeit.

→ Klima-Kollekte - der CO2 -Kompensationsfonds christlicher Kirchen. Die Ausgleichszahlungen werden in Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländer investiert und mindern Armut vor Ort, indem sie Frauen stärken, Gesundheit schützen und Perspektiven ermöglichen – zudem verringern sie den CO2 -Ausstoß und schützen so das Klima.

Was bedeutet Klimagerechtigkeit?

Klimagerechtigkeit heißt, dass jeder Mensch fair und gleichberechtigt Zugang zu einer sauberen und gesunden Umwelt hat. Dieses Konzept geht über die bloße Verringerung von Emissionen hinaus; es beinhaltet auch soziale Gerechtigkeit, denn diejenigen, die am meisten unter dem Klimawandel leiden, müssen unterstützt und geschützt werden. 

Verursacher sind in der Pflicht

Reiche, industriell entwickelte Länder müssen ihre Verantwortung für den Klimawandel anerkennen und handeln. Sie müssen nicht nur ihre eigenen Emissionen reduzieren, sondern auch weniger entwickelte Länder bei der Anpassung an Klimafolgen unterstützen und in saubere Technologien investieren.

Ein Hauptziel der Klimagerechtigkeit ist es, Gemeinschaften weltweit, vor allem im globalen Süden, zu stärken. Diese Gemeinschaften sind oft am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen, haben aber am wenigsten dazu beigetragen. Hier sind Bildung, Ressourcenzugang und die Förderung nachhaltiger Lebensweisen entscheidend. 

Als Kirche für eine lebenswerte Zukunft

Klimagerechtigkeit bedeutet auch, zukünftige Generationen in den Fokus zu rücken und sicherzustellen, dass wir ihnen eine Welt hinterlassen, die lebenswert und nachhaltig ist.

Wir sind überzeugt, dass Glaube und Wissenschaft zusammenarbeiten können, um die Klimakrise zu lösen. Für eine nachhaltige und gerechte Zukunft müssen alle Ebenen der Gesellschaft – von lokalen Gemeinschaften bis zu internationalen Organisationen – zusammenarbeiten.

Warum engagiert sich die Nordkirche für Klimagerechtigkeit?

Churches for Future setzt sich für weltweiten Klimaschutz ein, besonders bei der Klima-Demo in Hamburg.
© Claudia Ebeling

Weltweiter Klimaschutz! Zusammen für Gerechtigkeit

Als Kirchen sind wir entschlossen, unseren eigenen Beitrag zu leisten. Dazu gehört es auch, Bewegungen wie Fridays for Future zu stärken, die sich für Klimagerechtigkeit einsetzen. Unser Ziel ist eine solidarische Zusammenarbeit beim Klimaschutz, denn wir sind die letzte Generation, die dies erreichen kann.

Die Infostelle Klimagerechtigkeit des Ökumenewerks versteht sich als Teil der weltweiten Klimagerechtigkeitsbewegung. Diese fordert, dass der Umgang mit und die Anpassung an den Klimawandel in gesellschaftliche und machtpolitische Zusammenhänge und in den Zeithorizont nachfolgender Generationen gestellt werden.

Churches for Future Hamburg

Mitmachen: Beispiele für mehr Klimagerechtigkeit weltweit

Klimapartnerschaften zwischen der Nordkirche und der East of Lake Victoria Diözese in Tansania
© Joygrace Shoo

Partner:innen in Tansania

Das Ökumenewerk und die East of Lake Viktoria-Diözese (ELVD) in Tansania engagieren sich gemeinsam für mehr Klimaschutz: Sie haben Partnerschaften gegründet und wollen nun Wissen und Fähigkeiten zu Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel aufbauen. Ziel ist es, eigene Klimaaktionspläne auf Gemeindeebene in Tansania und Deutschland zu entwickeln und umzusetzen.

Bild vom Klimawandel auf Fidji
© Ökumenewerk der Nordkirche

Projekte gegen Klimaschäden

Die Infostelle Klimagerechtigkeit unterstützt Partner:innen bei der Entwicklung von Klimaschutzprojekten und entwickelt diese gemeinsam mit ihnen. Diese Projekte tragen zur Verringerung der CO2-Emissionen bei – entweder weil erneuerbarer Energien genutzt werden oder energieefiziente Technologien. Gleichzeitig fördern Projekte nachhaltige Entwicklung vor Ort. Zu den Partner:innen gehören Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Partnerkirchen.

Veranstaltungen zu Klimagerechtigkeit

Klimaportal | Digitale Veranstaltung

Klimakommunikation: Gelungen kommunizieren und aktivieren

Di. 23.04.2024 | 17:00 bis 20:00 Uhr
Online-Veranstaltung

Online | 23.04.2024 | 17:00 - 20:00h

Zur Veranstaltung
Umwelt | Nicht-Nordkirche | Klimaportal | Klima | Digitale Veranstaltung

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen – Die Nachhaltigkeitsziele 2030 und ihre Umsetzung in der Nordkirche

Mi. 24.04.2024 | 18:00 bis 20:00 Uhr
Evangelische Akademie der Nordkirche

Welche Grundlagen sorgen dafür, dass Konflikte nicht entstehen? Was hat sich die UN dafür bis 2030 vorgenommen? Wie zeigt sich das in der Arbeit auf den verschiedenen Ebenen der Nordkirche? Julika Koch, Referat Friedensbildung der Nordkirche, stellt die vielen Facetten des SDG 16 vor und (...)

Zur Veranstaltung
Umwelt | Events

Breakfast in Green

Sa. 27.04.2024 | 10:00 bis 14:00 Uhr
Lange Reihe | (Höhe Carl von Ossietzky-Platz) | 20099 Hamburg

In diesem Jahr zum zweiten Mal auf Hamburgs Straßen. Zusammen mit dem BUND Hamburg, ADFC und Parents4Future Hamburg soll ein Zeichen für die Verkehrswende und gegen den Flächenfraß gesetzt werden.

Zur Veranstaltung

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