Gut zu wissen:
- Es ist sehr lohnend und wichtig, die Heizzeiten an die Nutzung anzupassen, denn die Standardprogramme sind auf 6-22 Uhr eingestellt und entsprechen damit nicht der Nutzung kirchlicher Gebäude.
- Werden Räume oder Gebäude von Woche zu Woche ganz unterschiedlich genutzt, lohnt es sich die Heizzeiten wöchentlich anzupassen.
- Noch ein Tipp: Bei einer Heizungswartung oder Reparatur werden Einstellungen häufig zu Testzwecken verändert. Daher: Lieber danach die Heiztemperaturen und Zeitprogramme überprüfen.
Gut zu wissen:
- Schon ein Vorhang, der vor dem Thermostatventil hängt, beeinträchtigt dessen Funktion und auch Möbel vor einem Heizkörper können bewirken, dass Räume nicht oder nur langsam warm werden.
- Das Thermostatventil am Heizkörper stellt nur die Zieltemperatur im Raum ein: Bei 3 etwa 20°C und bei 5 etwa 28°C. Schneller warm wird es bei 5 nicht.
- In Fluren halten wir uns nie lange auf. Sie müssen daher nicht die gleiche Temperatur haben, wie andere Räume.
- Fragen können immer aufkommen, gerade in Gebäuden mit vielen verschiedenen Nutzenden. Aushänge zu den Energiespar-Maßnahmen schaffen Transparenz und laden zu Rückmeldungen ein.
- Wenn alle Gruppen wissen, wie sie sich verhalten sollen, dann sind die meisten Fragen schon geklärt.
Es wird kälter - da stehen einige Checks rund um Ihr Gebäude an. Zum Beispiel:
- Die Wartung der Heizung sollte auf jeden Fall rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit geschehen. Das vermeidet Fehlfunktionen und eventuell notwendige Reparaturen können noch rechtzeitig vorgenommen werden.
- Haben Sie einen Windfang? Der hält die Kälte sehr gut draußen, wenn Durchgangstüren geschlossen bleiben.
- Dichtungen von Fenstern und Türen überprüfen!
- Heizkörper sollten entlüftet, gereinigt und freigeräumt sein, Thermostatventile funktionieren.
- Thermometer in den Räumen helfen beim Einstellen von Heiztemperaturen.
Unsere Kirchen sind besondere Gebäude und brauchen deswegen auch besondere Aufmerksamkeit. Am besten gelingt dies, wenn Pastor:innen, Küster:innen, Mitglieder des Kirchengemeinderates und Kirchenmusiker:innen an einem Strang ziehen.
Denn: Jedes Grad Temperaturabsenkung spart in einer Kirche 10% Energie! Aber: Zum Schutz von Orgel und Inventar muss die empfohlene Luftfeuchte eingehalten werden. Feuchtemessgeräte und regelmäßige Kontrollgänge helfen diese im Blick zu behalten. Die Regeln für konservatorisches Lüften sind zu beachten.
In Kirchengebäuden sollte die Grundtemperatur maximal 8 °C betragen, die Nutzungstemperatur 12-16 °C.
Wichtig ist ein gemeinsamer Beschluss über ein energiesparenes Temperierungskonzept für den kommenden Winter. Dafür gibt es drei Optionen:
- Option 1: Das Temperaturniveau in der Kirche, insbesondere die Nutzungstemperatur, wird um einige Grad abgesenkt.
- Option 2: Die Gottesdienste finden generell bei kalten Außentemperaturen (z.B. ab 8 °C) im Gemeindesaal statt. Die Kirche wird an diesen Tagen nicht aufgeheizt.
- Option 3: Winterkirche. Im Zeitraum von Januar bis Ostern wird die Kirche nicht beheizt und lediglich frostfrei gehalten. Gottesdienste finden im Gemeindehaus statt.
Was das bringt, können Sie in unseren Praxisbeispielen einmal nachlesen: Domgemeinde Lübeck hat ihren Heizungsverbrauch analysiert und Neues Heizkonzept für Friedhofskapelle Herzhorn.










