Aktuell: Auswertung zeigt steigenden Energieverbrauch in der Nordkirche

Blick von oben auf die Innenstadt von Flensburg mit der Nikolai-Kirche in der Mitte
© KK-SLFL

Umwelt- und Klimaschutzbüro erkennt Trendumkehr: Klimaziel wird nicht erreicht

Hamburg, Juli 2026

Nach mehreren Jahren mit sinkenden Energieverbräuchen im Gebäudebereich zeigt eine Vorauswertung des Jahres 2025 eine Trendumkehr: Der Energieverbrauch der nordkirchlichen Gebäude steigt wieder an! 

Diese Entwicklung zeigt sich bei rund einem Drittel der nordkirchlichen Gebäude, für die aktuelle Verbrauchsdaten ausgewertet werden können. Übertragen auf den gesamten Gebäudebestand und verglichen mit dem Referenzwert steigt der Energieverbrauch um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Mehr Energie - mehr Treibhausgase

Zudem ist es wahrscheinlich, dass der steigende Energieverbrauch auch die Treibhausgas-Emissionen erhöht, sodass die Nordkirche den Zielpfad nicht mehr einhält. Nicht zuletzt können tendenziell höhere Betriebskosten aufgrund der steigenden Energieverbräuche erwartet werden. 

Die vereinbarten Klimaschutzziele im Gebäudebereich sind ohne zusätzliche Anstrengungen nicht erreichbar. Die vorliegenden Daten unterstreichen die Bedeutung der Umsetzung geplanter Effizienzmaßnahmen und einer zügigen Umstellung auf klimafreundliche, erneuerbare Energieträger in den Gebäuden.

Grafik mit der Entwicklung des Energieverbrauchs der Gebäude in der Nordkirche von 2021 - 2015
© UKSB

Die Nordkirche hat bereits erfreuliche Erfolge erzielt und beachtliche Mengen des THG-Ausstoßes aus kirchlichen Gebäuden reduziert. Energiesparendes Heizen hat maßgeblich zur Energieeinsparung von insgesamt 25 Prozent im Jahr 2022 und 2023 beigetragen. Dadurch wurden 2022 im Vergleich zu den Vorjahren Energiekosten von rund 2,5 Mio. Euro gespart; im Jahr 2023 waren es etwa 3 Mio. Euro – das entspricht dem Aufwand, der in der Nordkirche verpflichtend für Klimaschutz reserviert ist.

Doch die Grafik zeigt, dass der Energieverbrauch in 2025 nach ersten Vorauswertungen wieder ansteigt. Diese Vorauswertung basiert auf Verbrauchsdaten von rund einem Drittel aller nordkirchlichen Gebäude.

Hintergrund und Methodik der Vorauswertung

Die offizielle Energie- und Emissionsbilanz der nordkirchlichen Gebäude wird 14 Monate nach dem Ende des betrachteten Jahres veröffentlicht. In mehreren Kirchenkreisen werden die Energieverbräuche der Gebäude regelmäßig erfasst und ausgewertet. 

Diese Verbrauchsdaten dienen vor allem den Kirchengemeinden dazu, Einsparmöglichkeiten zu erkennen und Maßnahmen zu planen. Als Nebeneffekt erlauben diese Daten auch eine frühzeitige Auswertung der Entwicklung der Energieverbräuche für diesen Teil der Gebäude.

Aktuelles aus der Praxis in unserem Newsletter!

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und bleiben Sie stets informiert zu den Themen Klima, Umwelt und Gerechtigkeit. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

Zum Newsletter anmelden