Das Gemeindehaus in Fahrdorf nach der Sanierung.
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Gemeindehaus saniert in Haddeby-Fahrdorf

In dem Gebäude im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg wurden Außenwände, Decken und Fenster saniert - dadurch sanken Energiekosten und Treibhausgasemissionen. Die Gemeinde engagiert sich für nachhaltige Beschaffung und ist für ihr Engagement als ÖkoFair ausgezeichnet worden. Sie hat eine PV-Anlage installiert und versorgt damit Kita und Pastorat. Eine Pellet-Heizung wurde für die Kita eingebaut.

Wo?

Haddeby-Fahrdorf, Kirchenkreis Schleswig-Flensburg

Wann?

April 2003

Wie?

Sanierung, Öko-Strom, Energiecontrolling, Einkauf

Was?

Gemeindehaus und Gemeindalltag

Problem: Sanierungsbedürftiges Gemeindehaus und hohe Energiekosten

Die Kirchengemeinde Haddeby-Fahrdorf im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg hat im Jahr 2003 das in die Jahre gekommene Gemeindehaus in Fahrdorf umfassend saniert. Die Außenwände und die Decken wurden gedämmt und eine großflächige Fensterfront wurde energetisch ertüchtigt. 

Damit sank neben den Energiekosten auch der CO2-Ausstoß um mehr als ein Drittel der Ausgangswerte. Außerdem hatte dies für die Gemeindemitglieder den angenehmen Effekt, dass es im Gemeindesaal keine zugigen Ecken mehr gibt.

In 2009 erfolgte der Umstieg auf 100% Ökostrom, was den CO2-Ausstoß weiter senkte. Dank des Energiecontrolling und der Software der Nordkirche konnten die Auswirkungen einfach überprüft werden und die Effekte sind deutlich zu erkennen.

Fakten auf einen Blick

2003: Umfassende Sanierung

2009: Umstieg auf Öko-Strom

2023:  Auszeichnung als Ökofaire Gemeinde - mit 16 erfüllten von 30 möglichen Maßnahmen.

Downloads

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(JPG, 34 KB)

So ging es weiter: Auszeichnung als ÖkoFair

Blaue Engel überall, Ökostrom, PV-Anlagen, GEPA-Produkte und vieles mehr - das ist schon eine Menge. Aber das reicht der Kirchengemeinde nicht. 

Pastor Kai Hansen fasst zusammen: “Wir versuchen, auch zur Freude unserer Gottesdienst-Teilnehmenden, eher die Menschen selbst als die ganze Kirche zu wärmen - mit erst einmal 40 Heizkissen.”

Zudem wurden auf den Flächen, so weit es ging, Blühwiesen angelegt, die öffentlich Staunen erregen und Fragen aufwerfen. Die wenigen Freiflächen im Besitz der Gemeinde sollen künftig für die Gewinnung von Solarstrom genutzt werden. 

Der Pastor sagt: "Kurzum: Wir sensibilisieren die Menschen mit Aktionen und Angeboten, laden zum Ausprobieren ein - auch gegen Widerstände.”

Zum Beispiel: Die Gemeinde setzt auch auf Elektromobilität

In der Gemeinde wird jetzt auch die Elektromobilität gestärkt: In Fahrdorf und Busdorf - Standorte der Gemeinde - finden sich öffentliche Ladestationen für E-Autos sowie zwei E-Lastenräder und vier Pedelecs, die Menschen oder auch Firmen aus der Gemeinde ausleihen können.

Ganz neu ist das gemeindeeigene E-Auto in Fahrdorf. Dieses wird über den “eCar-Sharing-Verein Busdorf”, in dessen Vorstand die Kirchengemeinde zwei feste Plätze hat, betrieben und an Interessierte verliehen.

Ein ganzes Netzwerk von Partner-Organisationen (eCar-Sharing-Verein) sowie Kommune und lokale Wirtschaftsverbände haben hier finanziell unterstützt. Besonders die AktivRegion Schlei-Ostsee war hilfreich.

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