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Wärmepumpe mit Pufferspeicher und Leitungen zur Nutzung von Erdwärme in der Kirchengemeinde Lichtenhagen Dorf
© Kirchengemeinde Lichtenhagen Dorf, Mecklenburg

Klimafreundliche Heizungstechnik

Gemeindehaus, Verwaltungsgebäude oder Kindergarten: Unzählige Gebäude in der Nordkirche müssen beheizt werden. Hier gibt es viele Möglichkeiten, Energie und Emissionen einzusparen. Dafür sind häufig keine großen Investitionen oder fachliche Hilfe nötig. 

Wichtig ist es in jedem Fall, die einzelnen Teile einer Heizung zu kennen und zu verstehen, wie diese richtig eingestellt werden. Nur dann laufen Heizanlagen effizient und energiesparend. 

Für den Austausch oder Umbau der Heizungsanlage gibt es klimafreundliche Systeme, die sich auch für kirchliche Gebäude eignen.

Besondere Anforderungen müssen beim Heizen von Kirchen beachtet werden, denn hier müssen Orgeln und wertvolles Inventar geschützt werden.

Sie suchen Informationen zu Heizungen in Kirchen?

Heizungen in Kirchen haben andere Anforderungen. Auch die Technik ist nicht mit gewöhnlichen Gebäudeheizungen vergleichbar. Informationen dazu finden Sie auf der Seite Kirchen temperieren. 

Kirchen temperieren

Heizenergie sparen - auch ohne fachliche Hilfe

Viele Maßnahmen, die den Betrieb von Heizungsanlagen optimieren, können auch ohne die Unterstützung durch einen Anlagenmechaniker durchgeführt werden. Insbesondere dort, wo sich bisher niemand regelmäßig mit den Heizungseinstellungen befasst, kann schnell und ohne finanziellen Aufwand Energie gespart werden. Es lohnt sich! So sind in einigen Gebäuden der Nordkirche schon Einsparungen von bis zu einem Viertel des Energieverbrauchs erzielt worden.

Hier haben wir einen ersten Überblick für Sie zusammengestellt. Weitere Details und Fachinformationen finden Sie in den Downloads weiter unten auf dieser Seite. 

Achtung:  Für Kirchenheizungen gelten andere Anforderungen. Mehr dazu im Kapitel “Kirchen temperieren”.

Anzeige zur Kontrolle und Einstellung der Heizzeiten
© Kirchengemeinde Slate

Zeiten und Temperaturen für Heiz- und Absenkbetrieb einstellen

In Räumen oder Gebäuden, die nicht genutzt werden, sollte die Temperatur abgesenkt werden. Das spart in dieser Zeit je Grad Absenkung ca. 6 Prozent Energie ein. Empfohlen wird eine Absenkung um drei bis vier Grad im Vergleich zur Temperatur während der Nutzungszeit. 

Wenn es solche Zeiten regelmäßig gibt, kann diese Absenkung im gesamten Gebäude zentral am Heizkessel eingestellt werden. In der Regel gilt das für die Nachtstunden. In vielen Gemeindehäusern ist aber auch an einzelnen Tagen der Woche nur wenige Stunden oder kein Betrieb, so dass die Heizung auf Absenkbetrieb gestellt werden kann. Vor der Nutzung müssen dann größere Räume rechtzeitig vorher aufgeheizt werden. 

Beim Absenkbetrieb wird die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage insgesamt verringert und die Raumtemperatur sinkt ab. Geht das nicht, weil nicht alle Gebäudeteile gleichzeitig abgesenkt werden können, sind die Thermostatventile an den Heizkörpern das Mittel der Wahl, um die Temperatur je Raum zu senken. Mithilfe automatischer Thermostatventile lassen sich Absenkzeiten auch raumweise programmieren.

Wenn Sie Fragen zur Einstellung der Nutzungs- und Absenkzeiten haben, bitten Sie Ihre Heizungsfirma um Unterstützung.

Anzeige zur Kontrolle und Einstellung der Heizzeiten

Heizkörper entlüften, Wasserdruck und Thermostatventile prüfen

Zu Beginn der Heizsaison sollten die Heizkörper entlüftet werden. Prüfen Sie dann auch gleich die Thermostatventile auf Gängigkeit, damit alle Heizkörper auch benutzt werden können. Im Heizungskeller sollte in diesem Zuge der Wasserdruck der Heizungsanlage geprüft werden. Steht der Wasserdruckanzeiger unterhalb des markierten Bereichs, ist also der Druck zu niedrig, muss Wasser nachgefüllt werden.

In der warmen Jahreszeit Sommerbetrieb einstellen

Bei modernen Heizanlagen schalten sich Heizkessel und Pumpen bei wärmeren Außentemperaturen automatisch aus. Die meisten Anlagen im Bestand müssen jedoch in den Sommermonaten per Hand abgeschaltet werden, damit sie nicht unnötig Energie verbrauchen. Je größer das Gebäude, desto höher ist auch der dadurch einzusparende Kostenaufwand. 

Anleitung Sommerbetrieb

Mit kleinem Geld die Heizungsanlage optimieren

Füllstandanzeige des Pufferspeichers der Holzheizung in der Kirchengemeinde Slate
© Kirchengemeinde Slate

Eine Heizlastberechnung und der hydraulische Abgleich sind unerlässliche Bausteine effizienter Heizsysteme in kirchlichen Gebäuden. Aber auch einfachere Maßnahmen wie die Rohrdämmung oder ein Pumpentausch tragen zur Einsparung beim Wärmeverbrauch bei. Diese sog. gering-investiven Maßnahmen haben sich nach wenigen Jahren ausgezahlt. 

In kirchlichen Gebäuden ist es meist sinnvoll für diese Maßnahmen auch eine Fachplanung zu beauftragen. Viele kirchliche Gemeindehäuser sind komplex: Sie haben verschiedene Nutzungen, z.B. in Kita, Kirchraum oder Kirchenbüro, mit verschiedenen Temperaturanforderungen und Nutzungszeiten oder sie sind in verschiedenen Bauzeiten errichtet. All dies führt dazu, dass für Effizienzmaßnahmen Standardlösungen meist nicht in Frage kommen. Höhere Einsparungen werden daher erzielt, wenn größere Effizienzmaßnahmen mit Fachplanern aus dem Bereich technische Gebäudeausstattung geplant und umgesetzt werden. 

Viele Kirchenkreise der Nordkirche bezuschussen Maßnahmen zur Verbesserung der Heizungseffizienz und auch öffentliche Fördermittel stehen zur Verfügung. Im FörderWegWeiser sind die verfügbaren Programme zusammengestellt.

Heizungspumpen austauschen

Wenn in ihrem Heizungskeller noch in Stufen einstellbare Heizungspumpen arbeiten, sollten diese durch drehzahlgeregelte Hocheffizienzpumpen getauscht werden. Diese verbrauchen bis zu 90% weniger Strom für den Heizwassertransport durchs gesamte Haus und der Austausch lohnt sich oft schon nach wenigen Jahren.

Heizungsrohre dämmen

In nicht wenigen alten Gebäuden sind die Heizungsrohre im Keller und anderen unbeheizten Räumen nicht ausreichend gedämmt. Hier nachzubessern, kostet nicht viel und reduziert die Energieverluste erheblich.

Heizungserneuerung – was ist dafür zu bedenken?

Historischer Scheitholzfeuerungskessel, stillgelegt
© Kirchengemeinde Slate

Eine neue Heizung gibt es nicht von der Stange – die Größe des Wärmeerzeugers und die Heizkörper müssen auf das jeweilige Gebäude abgestimmt werden. Die Erfahrung zeigt, dass sich für die häufig komplexen kirchlichen Gebäude und Ensembles eine gründliche Fachplanung lohnt, erst recht, wenn auf klimafreundliche Wärmequellen umgestellt werden soll. 

Eine gute Fachplanung trägt auch dazu bei, dass die neue Heizung zuverlässig, sparsam und umweltschonend läuft. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig mit der Planung zu beginnen und nicht erst, wenn die Heizung kaputt ist. 

In der Kurzinfo zur Heizkesselerneuerung sind die wichtigsten Tipps zusammengestellt. Persönliche Beratung erhalten Sie bei den Ansprechpersonen in Ihrem Kirchenkreis.
 

Komponenten Heizung
© Umwelt- und Klimaschutzbüro

 

In Heizsystemen hat jedes Bestandteil Einfluss auf die Effizienz des Gesamtsystems

Die Komponenten werden deshalb durch eine sorgfältige Planung und die passenden Betriebseinstellungen aufeinander abgestimmt:

  • Wärmeerzeuger, ggf. ein Wärmespeicher, Pumpen und Ventile im Heizungskeller oder Heizraum.
  • Rohre für das Heizwasser zu jedem Heizkörper in den Räumen im Gebäude.
  • Thermostatventile an den Heizkörpern dienen zum Einstellen der gewünschten Temperatur im jeweiligen Raum.
  • Wird auch das Warmwasser zentral, also durch den Heizkessel, erzeugt, verlaufen zusätzliche Rohre zu jeder Zapfstelle für Warmwasser.
  • Den automatischen Betrieb gewährleistet die Regelungseinheit, die meist am oder neben dem Wärmeerzeuger montiert ist. Bei moderneren Systemen kann sie per App eingestellt werden.

     
Komponenten Heizung

Wärmepumpen & Co: Klimafreundliche Heiztechnik

Technische Lösungen für eine klimafreundliche Heizung gibt es viele. Welche davon sich in den jeweils sehr verschiedenen kirchlichen Gebäuden in der Nordkirche eignen, ist mit einer guten Planung herauszuarbeiten. Das kostet zwar zunächst Zeit und Geld, lohnt sich aber. 

Wärmepumpe

Die Entwicklung der Wärmepumpentechnik ist weit vorangeschritten. Sie kann daher auch in größeren Gebäuden oder Gebäudeensembles in Kirchengemeinden effizient eingesetzt werden. In der Nordkirche gibt es zahlreiche Gemeinden, die Erdwärme als Wärmequelle für die Wärmepumpen nutzen.

Damit Wärmepumpen gut und effizient laufen, ist eine gründliche Fachplanung und kontinuierliche Betriebsüberwachung, z.B. im Rahmen eines Energiemanagements, notwendig.

Schematische Darstellung eines Wärmenetzes zwischen vier Bereichen.
© UKSB

Wärmenetzanschluss

Wird im Ort ein Wärmenetz geplant oder liegt ein Netz bereits in Grundstücksnähe, kommt ein Anschluss der kirchlichen Gebäude in Frage. Oftmals kann die Beteiligung der Kirchengemeinde mit ihrem Wärmebedarf den Startschuss für den Bau eines Wärmenetzes geben.

Schematische Darstellung eines Wärmenetzes zwischen vier Bereichen.
Ein Blick in den Pelletofen der Kirchengemeinde Brandshagen.
© Kirchengemeinde Brandshagen

Heizen mit Holz

Holz als Wärmequelle ist vor allem dann klimafreundlich, wenn es aus der eigenen Bewirtschaftung in der Region kommt. Einige Kirchengemeinden verfügen über Ackerflächen mit Knickbewirtschaftung oder besitzen eigene Wälder.

Hydraulischer Abgleich – FAQ

Heizungskörper mit und ohne hydraulischem Abgleich graphisch dargestellt
© ra boa wikipedia

Der hydraulische Abgleich beschreibt die Abstimmung aller Teile des Heizsystems aufeinander. Ziel ist es eine gleichmäßige Wärmeverteilung im gesamten Haus zu erreichen, so dass allen Räumen die notwendige Wärmemenge zugeführt wird – nicht zu viel und nicht zu wenig. 

Damit kann unnötiger Energieverbrauch verhindert werden. Ein hydraulischer Abgleich ist insbesondere für komplexe Gemeindehäuser erfolgversprechend.

Hintergrundwissen Heizlastberechnung

Heizlastberechnung - technische Zeichnung
© Nordkirche

Die Heizlast beschreibt, wie viel Wärme einem Gebäude zugeführt werden muss, um die gewünschte Innentemperatur bei einer gegebenen Außentemperatur aufrecht zu erhalten. Diese Auslegungs-Außentemperatur ist abhängig von der Klimazone und liegt in Norddeutschland zwischen minus 10 und minus 14 °C. Die Heizlastberechnung dient als Grundlage für die Bestimmung der Größe des Heizkessels und der Heizkörper und für die Durchführung des hydraulischen Abgleichs.

Berechnet wird die Heizlast (angegeben in W für Watt) im ersten Schritt Raum für Raum und abschließend zur Gebäude-Heizlast aufsummiert. Aus vier Faktoren werden die Wärmeverluste der einzelnen Räume im Gebäude berechnet:

Heizlast = Transmissionswärmeverlust + Lüftungswärmeverlust + Zusätzliche Aufheizlast - Wärmegewinne

Mehr Hintergrund und Fachwissen: Wichtige Downloads

Erste Seite des Dokuments „Energiespar-Ratgeber der Nordkirche, 2025“

Energiespar-Ratgeber der Nordkirche, 2025

Energiespar-Ratgeber der Nordkirche, 2025

Der Ratgeber beschreibt, welche Schritte Kirchengemeinden zum Energiesparen gehen können. Er bietet Checklisten und Vorlagen für die Planung, die Beteiligung der Gemeinde und die zentralen Maßnahmen.

Schwerpunkt des Ratgebers sind kurzfristige Maßnahmen, die ohne große Investitionen umgesetzt werden können. Der Ratgeber liefert Ihnen Tipps für Gemeindehäuser und -zentren. Für Kindertagesstätten, Verwaltungen und weitere Einrichtungen finden Sie ergänzende Hinweise.

Für Kirchen bieten wir separate Tipps. Hier stellen Orgel, Inventar und Kunstschätze besondere Anforderungen.

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Erste Seite des Dokuments „Kurzinfo: Heizungsoptimierung“

Kurzinfo: Heizungsoptimierung

Kurzinfo: Heizungsoptimierung

Viele Heizungen können viel effizienter laufen, wenn ein paar grundlegende Einstellungen beachtet werden. Dazu ist keine fachliche Hilfe nötig. Mit diesem Überblick können Sie ganz einfach selber tätig werden.

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Erste Seite des Dokuments „Energie sparen durch Sommerbetrieb der Heizung HH Ost“

Energie sparen durch Sommerbetrieb der Heizung HH Ost

Energie sparen durch Sommerbetrieb der Heizung HH Ost

Anleitung Sommerbetrieb von Heizungen

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Erste Seite des Dokuments „Kurzinfo: Heizkesselerneuerung“

Kurzinfo: Heizkesselerneuerung

Kurzinfo: Heizkesselerneuerung

Sobald der Heizkessel Ihrer Gemeindegebäude eine Betriebszeit von 20 Jahren erreicht hat, sollten die Planungen für einen möglichen Austausch beginnen. Auf dieser Kurzinfo lesen Sie sieben wichtige Punkte, die Sie beachten müssen.

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Erste Seite des Dokuments „Kurzinfo: Klimafreundliche Heizsysteme“

Kurzinfo: Klimafreundliche Heizsysteme

Kurzinfo: Klimafreundliche Heizsysteme

Auf drei Seiten wichtige Informationen zum CO2-Preis, zu Fördermitteln, Tipps für die Planung im Vorfeld und den anschließenden Betrieb.

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Erste Seite des Dokuments „Kurzinfo: CO2-Preis“

Kurzinfo: CO2-Preis

Kurzinfo: CO2-Preis

Seit dem 1. Januar 2021 gilt die bundesweite Regelung zum CO2-Preis für fossile Heizenergie und Kraftstoffe. Die wichtigsten gesetzlichen Regelungen, die Auswirkungen für Gemeinden und kirchliche Einrichtungen und was sie gegen Kostensteigerungen tun können, lesen Sie in dieser Kurzinfo.

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