Porträts von Propst Philip Graffam, Ulrike Hillmann und Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt
© Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, Nordkirche

Neuer Klima-Beirat der Nordkirche nimmt Arbeit auf

Lübeck, 2. Juni 2026 (ce)

In Lübeck hat sich am Dienstag (2. Juni) der neue Klima-Beirat der Nordkirche zu seiner ersten Sitzung getroffen. Das Gremium wurde von der Landessynode im September 2025 im Zuge der Weiterentwicklung des Klimaschutzgesetzes der Nordkirche eingerichtet. Es soll  nun die Klimaschutzmaßnahmen auf allen Ebenen voranbringen, damit das Ziel der Treibhausgasneutralität 2040 erreicht wird.

Erster Tagesordnungspunkt waren Wahlen: Zum Vorsitzenden wurde Propst Philip Graffam aus dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg gewählt. Stellvertreterinnen sind Ulrike Hillmann aus dem Kirchenkreis Plön-Segeberg und ehemalige Präses der Landessynode, sowie Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt.

Alle Kirchenkreise und Gremien im Klimabeirat vertreten

Die Mitglieder des Klimabeirates kommen aus allen Kirchenkreisen und wichtigen Gremien der Nordkirche, wie zum Beispiel der Landessynode, dem Landeskirchenamt oder der Kirchenleitung. Landesbischöfin Kristina Kühnbaum‑Schmidt würdigt die Bedeutung des neuen Beirates: „Ich freue mich, dass Menschen unterschiedlicher Generationen und Fachrichtungen sich gemeinsam über die künftige Klimaschutzstrategie und den Klimaschutzplan unserer Landeskirche verständigen wollen. Die Nordkirche hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, die entschlossen und verlässlich umgesetzt werden sollen.“

Cover des Klimaschutzplans für die Jahre 2022-2027
© Nordkirche

Aufgaben und Ziele des Klimabeirats

Die beschlossene Rechtsverordnung für den Klimabeirat sieht die folgenden Aufgaben vor:

  • (1) Die Kirchenkreise und die Landeskirche bilden zur Koordination der Klimaschutzmaßnahmen der kirchlichen Körperschaften einen Klimabeirat. Hierzu sollen gemeinsame Handlungsvereinbarungen getroffen werden.
  • (2) Der Klimabeirat ist der Ort der strategischen Planung und Weiterentwicklung des nordkirchlichen Klimaschutzes, insbesondere in den Sektoren Gebäude, Mobilität und Verpachtung von Kirchenland.

Die Mitglieder sollen nun Handlungsvereinbarungen für die einzelne Themenbereiche ausarbeiten, damit sie verbindlich umgesetzt werden können. Außerdem muss für die Jahre ab 2028 ein neuer Klimaschutzplan erstellt werden, der konkrete Zwischenziele beschreibt und auch besondere Schwerpunkte für alle Maßnahmen festlegt. 

Gruppenfoto des Umwelt- und Klimaschutzbüros

Umweltpastor: Nordkirche muss stärker ins Handeln kommen

Auch der Umweltpastor der Nordkirche, Christoph Fasse, ist Mitglied in dem neuen Beirat. “Wir müssen stärker ins Handeln kommen”, betonte er nach der ersten Sitzung. Gemeinsam mit den Klimaschutzmanager:innen in allen Kirchenkreisen habe das Umwelt- und Klimaschutzbüro im Ökumenewerk der Nordkirche die Aufgabe, die notwenigen fachlichen und strategischen Grundlagen zu erarbeiten. Der Beirat müsse dies dann in die politische Umsetzung bringen. “Die Zusammensetzung des Beirats und das Engagement der Mitglieder machen mir große Hoffnung”, betonte er.

Auf dem Foto: Das Team des Umwelt- und Klimaschutzbüros im Ökumenewerk der Nordkirche: Von li-re: Christoph Fasse, Kirsten Hüttner, Julia Ramackers, Jonas Fischer, Petra Steinert, Annette Piening, Martin Jürgens, Elke Timo.

Aktuelles aus der Praxis in unserem Newsletter!

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und bleiben Sie stets informiert zu den Themen Klima, Umwelt und Gerechtigkeit. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

Zum Newsletter anmelden